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Heimerziehung und Schule - eine schwierige Liason?

Schulen, deren Schülerinnen und Schüler zu einem erheblichen Teil aus stationären Einrichtungen der Erziehungshilfe kommen, arbeiten in der Regel unter erschwerten Bedingungen. Die Schülerinnen und Schüler treffen zum Teil mitten im Schuljahr ein, Informationen zum bisherigen schulischen Werdegang sind lückenhaft bzw. nicht vorhanden und die jungen Menschen zeigen häufig Auffälligkeiten im Sozialverhalten.

Für die Heime ist eine erfolgreiche Bewährung der Kinder und Jugendlichen in der Schule von großer Bedeutung. So besteht eine hohe Korrelation zwischen schulischen Problemen und der Begründung für die Gewährung bzw. Verlängerung der Hilfemaßnahmen. Darüber hinaus ist die Sicherung des schulischen Erfolges fast immer ein Ziel im Rahmen der Hilfeplanung.

Eine gelingende Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe ist deshalb für beide Seiten unverzichtbar. Oftmals erweist sich jedoch die Zusammenarbeit sowohl im Einzelfall als auch fallübergreifend als störanfällig.

Vor diesem Hintergrund unterstützt kobra.net Schulen und Einrichtungen bei der Reflexion und Weiterentwicklung ihrer Zusammenarbeit.

Unsere Angebote

  • Beratung und Begleitung bei der Entwicklung verbindlicher Kooperationsstrukturen und von Konzepten zur Zusammenarbeit (einschließlich der Überprüfung ihrer Wirksamkeit)

  • Unterstützung bei der Konzipierung und Moderation einer Veranstaltung zur gemeinsamen Bestandsaufnahme und Entwicklungsplanung der zukünftigen Zusammenarbeit einer Schule mit einer bzw. mehreren Einrichtung(en)

  • Beratung bei der Entwicklung einer Kooperationsvereinbarung zwischen Einrichtung(en) und Schule(n)

  • Fortbildung von Lehrkräften und Heimerzieher/innen (u.a. zu Schulverweigerung, sozialem Lernen, Bedingungen und konkreter Gestaltung gelingender Zusammenarbeit)

  • Konfliktmoderation zwischen Einrichtung und Einzelschule (ggf. mit Schulaufsicht und Jugendamt) in einer verfahrenen Situation.

Referenzen

Landeskooperationsstelle Schule - Jugendhilfe
Laufzeit: seit 01.10.1998 

 

Die im Projektverbund kobra.net angesiedelte Landeskooperationsstelle Schule - Jugendhilfe unterstützt im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Akteure auf Landesebene und in den Kommunen bei der systemübergreifenden Zusammenarbeit. Einerseits setzt die Landeskooperationsstelle initiativ Impulse, bietet Vernetzung und Qualifizierung. Andererseits wird sie auf Anfrage tätig und erarbeitet gemeinsam mit Partnern vor Ort passgenaue Lösungen. Heimerziehung und Schule als Schnittfeld beider Systeme ist seit LSJ-Gründung ein zentrales Handlungsfeld der Stelle. Mehr Informationen >>

 

Entwicklung und Implementierung eines Konzeptes zur Zusammenarbeit von Schulen und stationären Einrichtungen am Standort Brück
Laufzeit September 2012 bis September 2014

 

An der Grund- und an der Oberschule Brück (Landkreis Potsdam-Mittelmark) lernt eine erhebliche Zahl junger Menschen, die in unterschiedlichen Einrichtungen mehrerer freier Träger der Jugendhilfe untergebracht sind. Für die beiden Schulen gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Einrichtungen oft schwierig, die pädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen wiederum hatten zum Teil unrealistische Erwartungen an die Schulen. Dies führte zu zeit- und kräftezehrenden Konflikten. Die Landeskooperationsstelle Schule - Jugendhilfe bei kobra.net begleitete einen zweijährigen Entwicklungsprozess (pdf), im Rahmen dessen Leitfäden zur Zusammenarbeit und weitere Materialien (pdf) entstanden und implementiert wurden. Lesen Sie dazu ein Interview mit den Schulleiterinnen (pdf). (Quelle der pdf-Dateien: kobra.net-Veröffentlichung Heim und Schule. Anregungen für eine konstruktive Zusammenarbeit >)

Themen

Foto Margret Schettler

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